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"Die Kraft wohltuender Worte, des Zuhörens und des Fragen stellens - wie wir unsere Kinder emotional stärken können"

Kennt ihr das: Ihr trefft nach einem arbeitsreichen Tag Eure Kids und braucht zu aller erst eine Pause für Euch selbst? Manchmal traut man sich das nicht auszusprechen, weil man sich sofort den Kindern widmen will. Eine Pause ist eventuell jedoch sehr wichtig, um danach die Kraft für das aufmerksame Miteinander wieder zu erlangen.

Es sind nämlich die innigen Gespräche mit unseren Kindern und das aufmerksame Zuhören von all ihren Erlebnissen, die uns einander so viel näher bringen, als wir uns im Moment des Gespräches und des Zuhörens vielleicht vorstellen können. Man kann ein Ritual daraus machen und dieses wirkt wie ein wohltuender Seelenbalsam zwischen uns und unseren Kindern.

 

Dabei soll man bedenken, daß wertschätzende Worte für unsere Kinder keine Wertung abgeben sollen. Alle Gespräche sollen unsere Kinder und ihr spezifisches Erleben in den Mittelpunkt stellen.

Es sei erwähnt, daß positive Aussagen „einfach“ in der Wortwahl gehalten sein sollen. Sie sollen echtes Verständnis vermitteln und sollen nicht auf  irgendeine Leistung ausgerichtet sein. Hier ein paar wichtige Merkmale für wertfreie Aussagen, die ich in den Berichten von KinderpsychologInnen sammelte:

 

Es sind Sätze wie: „Du hast tolle Ideen“, „Du musst nicht alles perfekt machen, um großartig zu sein.“, „Was du sagst, ist wichtig für mich.“, „Deine Meinung zählt.“, „Du bist wichtig.“, „Ich glaube an dich.“, „Ich glaube dir.“, „Du kannst auch Nein sagen.“, „Ich verstehe, dass du das anders siehst.“, „Wir können es auf deine Weise probieren.“, „Das ist eine großartige Frage.“, „Ich verstehe dich.“, „Das war sehr mutig.“, „Du kannst es morgen nochmals versuchen.“, „Ich höre dir zu.“, „Ich liebe dich.“, „Du bist genau so richtig, wie du bist.“.

 

Es kommt wirklich darauf an, wie wir als Elternteile die Sätze formulieren. Unsere Sätze sollen sich nicht um unsere Sicht drehen und um unsere normativen Wertungen und um unsere Leistungsansprüche. In Anbetracht was wir Alleinerziehende alles finanziell oftmals schaffen müssen, so ist das ein Tipp, der keine Kosten verursacht.

Ich finde auch diesen Hinweis ist sehr wichtig: „Liebe ist ein abstrakter Begriff.“ Und daraus resultierend: „Hilf deinem Kind, sich vorzustellen, wie tief und großartig deine Liebe für sie oder ihn ist.“ Ich glaube wir schaffen das auch als Alleinerziehende – davon bin ich felsenfest überzeugt – aus Erfahrung und im Vertrauen auf uns! Wir schaffen so viel mehr, als wir uns zu denken trauen.

 

MiSch

 

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